In Deutschland leben über 2,3 Millionen pflegebedürftige Menschen. Mehr als die Hälfte derer, die zu Hause versorgt werden, werden durch Angehörige gepflegt und betreut. Vielfältige Belastungen und nicht zuletzt Überforderung stehen bei vielen Menschen auf der Tagesordnung.

Es ist eine schwere Aufgabe, einen pflegebedürftigen Menschen zu betreuen, insbesondere wenn dieser Mensch seinem Pfleger sehr nahe steht, wie es bei der Versorgung zu Hause nur allzu häufig der Fall ist. Erschöpfung, Gereiztheit, Nervosität und Schlafstörungen können Folgen der großen körperlichen Anstrengung sein. Die schwere Vereinbarkeit der Pflege mit den eigenen Interessen, dem Freundeskreis und dem Berufsleben sorgt oft für Stress und gleichermaßen für ein schlechtes Gewissen.

Körperlichen, seelischen und sozialen Belastungen folgen häufig auch noch finanzielle Sorgen, denn die Pflege und die zahlreichen Utensilien, die hierfür benötigt werden, nagen täglich am Geldbeutel. All diese Probleme müssen von pflegenden Angehörigen immer neu bewältigt werden. Ein Lichtblick ist die Zuschussanpassung bei Pflegehilfsmitteln, die seit dem 01.01.2015 dank des Pflegestärkungsgesetzes greift. Personen mit Pflegestufe 0, 1, 2 oder 3 und deren Angehörige können ab sofort einen monatlichen Zuschuss von 40,00 € (statt bisher 31,00 €) für ihre Pflegehilfsmittel erhalten.

Zu den abgedeckten Hilfsmitteln zählen:

  • saugende Bettschutzeinlagen (Einmalgebrauch)
  • Fingerlinge
  • Einmalhandschuhe
  • Mundschutz
  • Schutzschürzen (Einmalgebrauch)
  • Schutzschürzen (wiederverwendbar)
  • Händedesinfektionsmittel
  • Flächendesinfektionsmittel

Unsere Mitarbeiter/innen der Bären-Apotheken stehen Ihnen beratend zur Seite, ermitteln mit Ihnen eine bedarfsgerechte Versorgung mit den zur Verfügung stehenden Pflegehilfsmitteln und übernehmen für Sie die Formalitäten im Austausch mit den Pflegekassen.

Um die seelischen Belastungen verringern zu können, ist es besonders wichtig, dass pflegende Angehörige ihre eigene Situation ernst nehmen und ihre Grenzen akzeptieren. Sie müssen sich genug Zeit für Erholung und Entspannung nehmen und einen Ausgleich zur Pflege schaffen. Die eigenen Wünsche ans Leben dürfen auf keinen Fall vernachlässigt werden. Besonders hilfreich ist der Austausch mit Menschen, denen es ähnlich geht. Das tut gut und gibt oftmals wertvolle Impulse für die eigene Tätigkeit.

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